Texte

Es geht um den Tod, immer!

Und wir denken, es ginge um das Leben. Dies ist die größte Illusion! Wie sollten wir sterben können, wenn wir nicht leben? Das ist die tiefe Wahrheit, die Wahrheit des nicht seins. Und wenn ich nicht bin, kann ich nicht enden – es hat mich nie gegeben, wird mich nie geben. 

Wie es schreit, wie es rebelliert! Das stimmt nicht – hier ich nehme es wahr, ich bin! Und weil ich bin, habe ich Angst, ich könnte nicht mehr sein. Und schon bin ich Angst und fange an zu rennen 🏃‍♂️ Ich bin, also tue ich alles um sein zu bleiben. Bitte bitte gebt mir – ich tue auch alles, wenn ich nur sein darf! Und die Jagd beginnt!

Nein, der Quell liegt im Nichtsein. Doch um dem Gedankenkonstrukt ein wenig Futter zu geben, damit es mit gehen kann:

Wir sind der Mond und maßen uns an, Sonne  zu sein. Es strahlt durch uns, nicht aus uns heraus. Wir sind nur Reflektor des eigentlichen Seins. Gefäß, das ist es was wir sind! Nur denken wir, wir wären Inhalt. Und durch die Illusion, das, was wir transportieren zu sein, fallen wir dem Irrglauben anheim etwas verlieren zu können. Nur haben wir nichts – es fließt durch uns hindurch, wir sind nur Hülle.

Wenn wir also nichts haben, können wir nichts verlieren. Vielmehr können wir das, was uns zufließt weiterreichen. Sicherlich, wir können es auch festhalten. Doch im Halten verliert es seinen Glanz, sein Strahlen. Im Halten färben wir es mit unserer Individualität. Und bedingt durch diese Färbung halten wir es für einen Teil von uns. Und werden unfähig es zu verschenken.

Doch der Schlüssel liegt im Verschenken. Geben wir uns hin, verschenken, versprühen, verlieren, opfern wir uns der Welt, tauchen ganz ein in dieses sein und lösen uns darin auf in Nichtsein, werden wir Quelle.

 

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